evangelische Stadtmission Trier

Walter Undt – unser neuer Gemeindepastor ist da – Herzlich willkommen!

Pastor der Evangelischen Stadtmission Trier

Auszüge aus einem Interview mit unserem neuen Gemeindepastor Walter Undt

1. Walter, zu Anfang erst einmal die Frage: Wer ist der Mensch Walter Undt?

Das ist wohl die Frage nach den Fakten. 😉 Ich bin 54 Jahre alt, seit 1990 verheiratet mit Ellen. Wir kommen aus Hessen, haben vier Kinder: Johanna (26) lebt und arbeitet als Sozialpädagogin im Kreis Biberach, Simon (24) und Jonathan (21) studieren in Darmstadt (Physik / Masterstudium) und Kassel (Soziale Arbeit u. Religionspädagogik) und Samuel (17), der im Juni sein Abi machen wird. Bis dahin wird meine Frau mit ihm in Hof bleiben.

Ich fotografiere gern, spiele manchmal Gitarre, liebe es die mir zur Verfügung stehende Technik so sehr zu auszureizen, dass sie letztlich doch irgendwann aufgeben muss. Mit der menschlichen Anatomie musste ich mich im Zivildienst beschäftigen (Rettungswache). Meiner Freude an Zahlen konnte ich mich in den Jahren auf einer Bank widmen, bevor ich dann meine eigentliche Berufung entdeckte:

2. Was hat dich dazu bewogen, Pastor zu werden und was hält dich nach so vielen Jahren in diesem Dienst?

Für mich war es eine klare Berufung. Als ich den Eindruck hatte, dass Jesus mich von der Bank in den vollzeitlichen Dienst haben möchte, prüfte ich das über ca. zwei Jahre, bewarb mich dann in Chrischona (CH), wo ich von 1986-1990 meine theologische Ausbildung absolvierte. Dass ich die Berufung so klar erlebte und Jesus sie immer wieder bestätigt hat, ist wohl der Hauptgrund, warum ich immer noch im Dienst bin. Vielleicht hätte ich ohne sie auch schon aufgegeben, wie ich es bei vielen anderen erlebt habe.

3. Was bedeutet ‘Gemeinde-Sein‘ für dich?

Gemeinde ist die Elite der Welt. Elite in dem Sinn: Wir sind die von Gott Auserwählten, als Königskinder auch „Adlige“, die für die Welt etwas Besonderes sein sollen. Nicht, indem wir die Nase hoch tragen, sondern es gemeinsam lernen, es Jesus nachzumachen: Diener zu sein. Einander dienen, um miteinander auf dem Weg zu Jesus weiterzukommen, aber auch Diener für die Welt zu sein, um es anderen leicht zu machen, den Vater im Himmel kennenzulernen. Gemeinde-Sein ist für mich eine Dienstgemeinschaft, in der Platz für alle ist und die nur ein Ziel hat: Aus der Gemeinschaft mit Jesus in die Gemeinschaft mit ihm einzuladen.

4. Was ist dir besonders wichtig im Hinblick auf das Verhältnis von Gemeinde und Pastor?

Dienstgemeinschaft zu leben. Pastoren sind auch nur Menschen, mit Gaben und Grenzen, die mal Geistesblitze haben können, ebenso gut aber auch auf dem Schlauch stehen. Ich möchte in die Gemeinde einbringen, was Gott mir gegeben hat und empfangen, was er anderen gegeben hat. Das ist das Prinzip einer Dienstgemeinschaft.

5. Was empfindest du als größte Herausforderung in deinem Dienst als Pastor?

Das Richtige vom Wichtigen zu unterscheiden. Es gibt so unglaublich viel Wichtiges im Reich Gottes, in seiner Gemeinde zu tun, es gibt so viele Menschen und Ziele, die gut und wichtig sind, wofür nie die Zeit reichen wird. Wofür auch immer ich Zeit einsetze, bedeutet das auf der anderen Seite, für anderes keine oder nur noch wenig Zeit zu haben. D.h, mit jeder Entscheidung, etwas zu tun, enttäuscht man immer auch Menschen, die aus gutem Grund anderes erwartet hätten. Diese Spannung auszuhalten und darin die Perspektive Jesu zu finden, ist eine gewaltige Herausforderung. Aber nur wer entdeckt, was Jesus wichtig ist, kann letztlich das Richtige tun.

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