evangelische Stadtmission Trier

Hoffnung und Zuversicht – Impulse zu 2. Mose 15:2

Gottesdienst Trier, Stadtmission, Christen, Evangelisch

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.“
2.Mose 15:2

Was sind eigentlich Deine besonderen Stärken? Nicht nur in Bewerbungsgesprächen ist das eine oft gestellte Frage, möchte man doch möglichst den Bewerber auswählen, der mit seinen Stärken am besten in das gewünschte Anforderungsprofil passt. Aber auch sonst ist das Wissen um die eigenen Stärken nicht ganz unwichtig, gibt es doch gerade
in Stress- und Notsituation ein nötiges Selbstbewusstsein. Aber sind uns eigentlich unsere wirklichen Stärken immer bewusst? Mose gibt in einem großartigen Loblied eine nicht ganz erwartete Antwort auf unsere Frage:
„Meine Stärke ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden!“
Was war passiert? Mose hatte gemeinsam mit dem Volk Israel erlebt, wie Gottes Stärke zu einem nicht für möglich gehaltenen Sieg geführt hatte. Trotz eigener Schwäche und vollkommener Unterlegenheit hatte Gott Israel aus der Hand Ägyptens befreit.Das gesamte ägyptische Heer kam beim Durchzug durch das Schilfmeer um und Israel wurde gerettet! Gott war in wunderbarer Weise ihre Stärke und ihr Retter geworden. Was hat das nun mit uns und unserem Leben zu tun? Sicherlich zum einen, dass wir uns in unseren ganz alltäglichen Nöten und Sorgen an unseren Herrn wenden dürfen. Er ist unwandelbar und deswegen auch heute noch eine unfassbare Stärke So dürfen wir auch im Jetzt und Hier immer wieder neu erleben, wie Gott ganz praktisch in alltäglicher Not eingreift und hilft. Was eine Stärke ist damit an unserer Seite! Aber diese Begebenheit  weist noch auf etwas viel Größeres hin.

Die damalige Rettung Israels ist ein Bild für das Rettungshandeln Gottes an uns. Denn auch wir brauchen Rettung. Wir brauchen Rettung nicht nur aus den kleinen und großen Krisen unseres Lebens, sondern vor allem brauchen wir Rettung von Schuld und Tod, wir brauchen Rettung von unserer Gottesferne. Diese Rettung können wir nur bei Gott selber finden – und diese Rettung heißt Jesus.

Die Worte „Gott ist meine Rettung“ heißen auf Hebräisch: „Hine (Siehe) El (Gott) Jeschuati (ist meine Rettung)“, und Jeschua ist der Name Jesu auf Hebräisch. Und dieser Jesus sagt: „Ich bin gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist!“

Damit ist das Geschehen beim Durchzug durch das Schilfmeer unter Mose bereits eine Prophetie auf das Rettungshandeln Gottes durch Jesus Christus. „Christ, der Retter ist da!“ – so klingt nun unser Lied! Wer den Namen dieses Herrn anruft, der erfährt Rettung! Er ist unser Retter, ihm dürfen wir vertrauen und ihn für sein Rettungshandeln loben.

Unterwegs 3/2016/ Nachgedacht
von Michael Achterberg

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